ine kleine Reise auf vier Pfoten durch die Irrungen und Wirrungen menschlicher Eigenarten und die Antwort auf die Frage: Was ist eigentlich noch `normal` ???
Autor:
J.H.
Leseprobe:
Kapitel 1
Ein großer König ist an mir verloren gegangen!
„Hallo meine sehr verehrten Damen und Herren. Ich möchte mich Ihnen gerne vorstellen: Mein Name ist `Henry`. In Erinnerung an den `Henry`, welcher im `Was weiß ich wievielten Jahrhundert` so ziemlich alle Frauen den Verstand verlieren ließ. Jener welcher stolze Monarch, von dem die Menschheit heute noch spricht und ihm dutzende von Büchern und Filmen mit viel zu gut aussehenden Schauspielern widmet. Es versteht sich von selbst, dass ich in dem Körper, mit dem der liebe Gott mich in diesem Leben in die Welt gestopft hat, nicht allzu viel anrichten kann. Geschweige denn von so viel zitierten Taten, wie die, dessen `Decknamen` ich hierfür verwende. Aber, dem Himmel sei Dank, ist ja der Phantasie von Mensch und Tier keine Grenzen gesetzt und so dürfen Sie getrost den Gedanken verwerfen, dass ich im wahren Leben ganz anders heiße und keine Dienerschaft um mich herum springt, die mir sämtliche Wünsche von den Lippen… äh ich meine natürlich, von der Schnauze abliest. Das mit dem weiblichen Geschlecht, lasse ich aber mal stehen.“ Grins. „Fahren wir also fort. Ich zähle mittlerweile 15 schöne Lenze, habe ein schwarzes Fell an dessen unwiderstehlich muskulösem Bauch ein weißer Fleck ziert, grün-braune Augen und bin so ziemlich der schärfste Kater, dessen Pfoten Mutter Erde seit langem berührt haben. Mann nennt mich auch den `wahren` George Clooney oder besser gesagt, die Mischung aus Schwarzenegger und Clooney. Der unwiderstehliche Charme eines viel zu gut aussehenden Klinikarztes und dem Körper eines Super-Athleten, dessen Hintern eine Nuss beim bloßen Hinsehen knacken kann. Wenn ich an einem Spiegel vorbei schreite, schmilzt der in sich zusammen und bekommt Depressionen, weil er mich nur in 1D abbilden kann. Und wenn ich die Straße überquere, muss ich jedes Mal zusehen, dass ich Land gewinne, weil sich sonst die Scharen von Groupies an meinem so wertvollen Äußeren zu schaffen machen würden - von wegen, schwarze Katze kreuzt Weg.“ Hahahahaha. „Alles Mummpitz! Schnickschnack und hirnloses Geschwätz von Leuten, die gar keine Spiegel mehr zu Hause haben, weil sie sonst selbst eingeliefert werden müssten, wenn sie sich darin betrachten. Uuuuuaaahhhhhhhhh. Warum ich davon so überzeugt bin? Mann, wenn Sie mich sehen könnten, so leibhaftig, so unwiderstehlich, so…. Sie würden zerfließen… um Gnade betteln, Ihr Hab und Gut verpfänden, um nur einmal das Gefühl meines gestählten, gigantischen Körpers zu spüren, der verführerisch um ihre Beine schleicht und sie dabei noch verführerischer anschnurrt. Ich kann nichts dafür. Die Natur hat mich eben verwöhnt. Soll vorkommen. Es gibt schöne Menschen – es gibt weniger schöne. Es gibt Straßenköter und verkorkst geschorene Zuchthunde. Genauso wie es gigantische Katzen gibt und … Sie wissen worauf ich hinaus will.
Es gibt Menschen, die meinen, meine Herrlichkeit und die meiner Kumpanen würden keinen wirklich sinnvollen Zweck auf dieser Erde erfüllen. Diejenigen, welche sich uns als Begleiter für ein paar Jahre ihres Lebens ausgesucht haben, wären nur Weicheier, Warmduscher und Singles, die wenigstens einem Lebewesen abends, wenn sie nach Hause kommen, „Guten Tag“ sagen möchten. Meiner Meinung nach könnten sie sich in diesem Falle auch einen ausgestopften Vogel in einen Käfig hängen. Vielleicht sogar Batteriebetrieben, dann könnte er auch angemessen antworten. Manche verziehen das Gesicht, weil ihnen bei dem Gedanken einer schnurrenden Katze auf dem Schoß das Kribbeln in der Nase die Gesichtsmuskeln zusammenzieht. Oder sie ziehen verächtlich die Stirn hoch, wenn sie an den vermeintlich üblen Geruch denken, der ihnen beim Öffnen einer Futterdose durchs Gehirn steigt. Andere wiederum sehen den jährlich herbei gesehnten Urlaub an sich vorbei segeln, weil alleine die Ansprache an die Nachbarin zu viel Energie beim Überspringen des eigenen Egos verbrauchen würde und die verborgenen Schätze eines Sex-Shops nicht mehr sicher wären. Und andere wiederum finden es viel schicker am Wochenende mit einem Zucht-Hund durch den Stadtpark zu flanieren, weil sie sonst keinen anderen Grund hätten, das Haus zu verlassen. Ich kann dazu nur eines sagen: „Jedem das Seine!“ Wenn Sie Fluffi alle 5 Minuten auf den Grünstreifen Häufchen machen lassen wollen und morgens bei Nacht und Nebel und Schneetreiben auf die Straße treiben wollen, während unsereins im warmen kuscheligen Bettchen schläft, sollen Sie das gerne tun. Wenn Sie es toll finden, dass der Stock immer wieder zurück kommt, obwohl Sie ihn eigentlich ins nächste Universum geworfen haben, sollen Sie Ihre Freude daran haben. Und wenn Hundchen damit sein IQ auf Vordermann bringt, soll ihm das auch gegönnt sein. Wenn Sie es außerordentlich finden, dass die Töle beim Herannahen des Briefträgers bellt, als würde ein Tsunami bevorstehen, aber ein Einbrecher mit einem Ball im Maul begrüßt wird, dann können Sie sich die Urkunde der Hundeschule von mir aus einrahmen lassen. Wenn Sie davon überzeugt sind, dass nur Fluffi darauf neugierig sein kann, bei 30 Grad Außentemperatur auf dem Rücksitz eines Autos zu warten, während Sie im schwedischen Möbelhaus Ihre neue Einrichtung aussuchen, dann werde ich Sie keines Besseren belehren wollen. Und wenn Sie die Hoffnung haben, dass ihr abhängiger Freund, beim Schnüffeln eines Tages die Urwurzel aller Trüffel findet, will ich Ihnen diese Hoffnung auch nicht ausreden. Aber wenn Sie auch nur einen Bruchteil von den Geheimnissen, die sie tagtäglich umgeben, ohne dass Sie es ahnen, erfahren würden, wie wir es tun. Wenn Sie sehen könnten, was wir sehen oder auch nur ansatzweise dahin gelangen könnten, wo unsere zarten, kleinen Körper hinkommen….Wenn Sie hören könnten, um was sich eigentlich die kleine beschränkte Welt des Typen mit dem Riesenschlitten in der Garage auf der anderen Straßenseite wirklich dreht, dann gebe ich Ihnen schriftlich und mit königlichem Siegel: Sie würden Fluffi einen guten Hund sein lassen und sich zehn von uns anschaffen! Am besten mit Kameras und Wanze ausgestattet. Das was Sie bei uns geliefert bekommen, kann Ihnen kein Fernsehen bieten. Keine Reality-Gerichts-Show oder Pseudo-Gerichtsmedizinische Krimi-Serie, deren Darsteller an toten Körpern hantieren und damit versuchen, einen hoch brisanten Mord ans Tageslicht zu bringen, der im vorletzten Jahrhundert verübt wurde. Wir brauchen keine forensichen Analysen, DNA-Tests, Fingerabdrücke, Fahndungs-Fotos oder wie der ganze Quark heutzutage heißt, Nein. Wir brauchen uns nur in der Dunkelheit zu schleichen, hinter den nächsten Zaun zu setzen und zu beobachten.
Wie sagt mein Frauchen immer: „Man kann in die Köpfe der Menschen nicht hinein schauen“…. Und ich kann nur sagen: „Wie wahr!“
„Warum ich Ihnen das alles erzähle? Kann ich Ihnen verraten. Ist nicht wirklich ein Geheimnis – im Gegenteil. Irgendwer, es muss schon Jahre her sein, sagte mal zu meinem Frauchen, sie wäre durchgeknallt. Ich wiederhole: „Durchgeknallt!“ So. Also dieser jenige Welche trabt durch die Weltgeschichte, hat vielleicht studiert und brav seinen Abschluss gemacht und nimmt sich nun die Freiheit heraus, irgendwelchen Leuten, seine ungefragte Meinung ans Hirn zu knallen. Dann hab´ ich mich – und es war auch mein Frauchen, die ganz ratlos da stand – gefragt, was der Typ wohl mit diesem akademischen Spruch der Welt mitteilen wollte? Wie sollte nun mein heiß geliebtes Frauchen die neueste Erkenntnis eines von links daher spazierten Lümmels einordnen, der ihr noch nicht mal annähernd erläutern kann, wie diese Schubladenbezeichnung zu verstehen ist und was ihn zu dieser Welt verändernden Erkenntnis veranlasst hat. Nehmen wir mal an, Ihr Kollege betritt eines schönen Morgens Ihr Büro und sagt zu Ihnen, dass sie doof sind. Einfach so. So. Jetzt schauen Sie erst mal wirklich doof und fragen sich, nachdem der `tolle Typ` zum schleimen in das Büros des Chefs spaziert ist, was der nun damit meint. Haben Sie vielleicht den letzten Jahresbericht mit der Stellplatz-Zuteilung verwechselt? Sind Sie seiner Freundin bei der letzten Grillparty zu Nahe getreten oder haben einfach nur vergessen, den Bildschirmschoner von D.B. auszuschalten? Vielleicht sind Sie sich im Supermarkt begegnet und haben vergessen, ihn zu grüßen? Oder ist vielleicht der neue Firmenwagen schuld? Keine Ahnung? Ja, genau. So ungefähr müssen Sie sich vorstellen, hat Frauchen sich nach der Super-Aussage auch gefühlt. Und keine Menschenseele wird Ihnen in Ihrem ganzen schönen Leben auch nur den Hauch dieses Gefallens erweisen, Ihnen wirklich en Detail zu erklären, warum diese Schublade, die Ihrige geworden ist. Sie sind da drin. Doof, durchgeknallt, langweilig, bescheuert, fies, hinterhältig, trübsinnig oder nicht gesellschaftsfähig. Eine von diesen wird es sein und Sie werden niemals wieder aus Ihr heraus kommen - auch nicht, wenn Sie auf den nächsten Kontinent ziehen und sich eine neue Identität verpassen. Sie haben also nicht sonderlich viele Möglichkeiten mit den Sinn Ihres Daseins fertig zu werden. Entweder Sie gehen zum nächsten Therapeuten und lassen sich für die kommenden 6 Monate das Geld aus der Tasche ziehen, weil der eines Tages Ihnen sagen muss, dass er nicht weiß, wie er Ihnen helfen soll oder Sie machen eine 360-Wendung, ändern Ihren Stil, Ihr Auftreten, Ihr Auto, Ihr Haus und weiß der Geier was sonst noch…… oder aber Sie gehen einfach aus dem Haus und sagen sich: „Ihr könnt´ mich alle mal!“
Jetzt muss ich aber in Folge eigener Beobachtungen zugeben, dass die letzte Instanz, zu der Sie dann endlich gelangen werden, die Schwerste ist. Denn raus zu gehen und in die Welt zu schreien, dass `Alle Sie mal können`, heißt ja auch im Umkehrschluss, `die Welt kann Sie mal!`. Wie´s in den Wald schallt, so schallt´s wieder raus! Will heißen: So´ne Einstellung kann ganz schön einsam machen, wenn man´s richtig durchzieht. Sicher. Ihre Kollegen und Nachbarn werden sich mit Ihnen arrangieren können. Bleibt ja auch manchmal nichts anderes übrig, gelle. Sie werden zur Kenntnis genommen und wenn Sie Glück haben auch manchmal ein Stückchen mehr als das. Aber die eigentliche Schwierigkeit wird darin bestehen, zu ertragen, dass man oftmals nicht Ernst genommen, belächelt und übersehen wird. Die rollenden Augen und Grimassen, die Sie im Augenwinkel wahrnehmen, sind da das kleinere Übel. Mit dem Tuscheln und plötzlichen Schweigen, sobald Sie den Raum betreten, können Sie auch noch würdevoll umgehen. Aber eines kann Ihnen meiner einer versprechen: Sie werden niemals darüber hinweg kommen, dass Sie sich alleine gelassen fühlen. Alleine mit Ihrer so genannten `Durchgeknalltheit` und dem Gefühl, nie wirklich zu verstehen, warum man Ihnen diesen Stempel aufgedrückt hat.
Vielleicht haben Sie aber auch Glück und können sich mit denen zusammen rotten, die genauso `Verstempelt` durch die Gegend laufen, wie Sie. Dann trifft man sich regelmäßig und kann ungestört und ungestraft, seiner Leidenschaft frönen, ohne dass ein Anderer mit seinen schlauen Sprüchen daher kommt. Wenn Sie Pech haben, bekommen Sie von denen dann auch noch den Titel `Voll-Durchgeknallt` verliehen, aber das macht dann letztendlich den Kohl auch nicht mehr Fett.
Ich für meinen Teil, habe nie verstanden, warum mein Frauchen `Banane`, `Balla-Balla` oder `nicht ganz richtig im Kopf` sein soll. Ich meine, für unsereins ist das für ein trautes Zusammensein nicht wirklich ausschlaggebend. Sicher, wenn wir durch die Wohnung fliegen, anstatt das teure Porzellan-Geschirr oder gewaltsam am Schwanz gezogen werden, weil der Kehrbesen gerade nicht auffindbar ist, dann ist natürlich die Grenze des zumutbaren `Bescheurtseins` schnell überschritten. Wenn mir Frauchen aber kein Haar krümmt und mich treu sorgend pflegt und nieder schmust, hab´ ich doch keinen Grund, mich zu beschweren. Oder?!
Eigentlich ist es ganz einfach: Ich bin der Überzeugung, dass `Alle` durchgeknallt und Kami-Kaze sind. Nur weil einer ab und zu über die Strenge schlägt, ist das noch lange kein Grund, ihn als verrückt zu bezeichnen. Apropos, was ist eigentlich verrückt? Schauen Sie sich doch mal um! In diesem Moment! Da draußen. Der auf der Straße. Der so lahm vor sich hinschleicht, als würde er gleich umfallen. Was meinen Sie was der für Filme in seinem Schrank stehen hat? Doris Day und Rock Hudson? Pah. Ganz sicher nicht. Erst neulich war ich in so´ner Bude von so´nem Halbtoten. Boaahhhh ich kann ihnen sagen…. Oder besser doch nicht. Mein Magen….. Zurück zu meinen Beweggründen. Nun, ich hab´ mir gedacht, wenn ich Namen, Titel, Ort und Personenbeschreibung weg lasse, könnte Niemand darauf schließen, um wen es sich genau handelt. Außerdem bin ich nicht mehr so taufrisch. Es wäre fatal, von dieser Welt zu gehen, ohne sie davon in Kenntnis zu setzen, was ich alles erlebt habe. Außerdem, was wollen Sie denn…. Sie bekommen hier Informationen aus erster Pfote. Stories von denen mancher Paparazzo nur träumen kann. Ich komme überall hin. Mir kann keiner was und für mein fotografisches Gedächtnis brauche ich keine Kamera. Ich hab´ Ohren wie ein Peilsender, Augen wie ein Falke und ich bin so leise……. uuuaaahhhhh…. nicht erschrecken, wenn ich an Halloween plötzlich neben dem Kürbis in ihrem Wohnzimmer stehe…. Nein, der Grund warum ich meine Memoiren niederschreibe ist der, dass ich der Welt mal vor Augen halten will, wie durchgeknallt sie wirklich ist und wie manch einer, der für `durchgeknallt` gehalten wird, halb so verrückt ist, wie die, die vorgeben, es nicht zu sein. Wenn zum Beispiel mein Frauchen die Nachrichten einschaltet, wachsen mir regelmäßig noch mehr weiße Barthaare, als ich ohnehin schon habe. Da fragt man sich doch, wie der Planet heißt, auf welchem der Typ mit dem Sprenggürtel gerade seine 5 Minuten hatte. Nichts gegen 5 Minuten. Muss auch mal sein. Aber bei dem war es doch sein ganzes Leben. Das geht doch in kein Katzenhirn. Haben Sie schon mal einen Hund gesehen, der Nachts in den Keller geht, sich eine Bombe auf den Bollerwagen packt und ihn vor Nachbarsgarten schiebt? Ich nicht. Und ich kenne ein paar von diesen unterbemittelten, ääähhhhm Tschuldigung, ich meine natürlich treudoofen Wesen. Aber selbst so intelligente Spezies wie wir kämen nicht auf den Gedanken, sich und dem anderen das Gehirn weg zu blasen. Sicher. Man muss schon mal die Grenzen klar machen. Der Rote zum Beispiel will´s regelmäßig wissen. Irgendwann im letzten Jahr - ich war leider nicht da - muss der sich doch tatsächlich durch unsere Katzentüre gequetscht haben und an meinem Frauchen….. an MEINEM FRAUCHEN vorbei in die Küche stolziert sein, um zu gucken, ob er in seinem dicken, fetten Wanst, noch mehr reinstopfen kann. Ich war natürlich entsetzt, als ich davon hörte, musste aber auch gleichzeitig schmunzeln. Der Blödian ist auf dem Rückweg doch tatsächlich in der Katzenklappe stecken geblieben und jetzt stellen Sie sich mal vor, ich wäre im richtigen Augenblick an Ort und Stelle gewesen….. Hahahahahahaha…. Der würde heute noch die Sterne am Himmel leuchten sehen…. schade aber auch….Na, ja…. Auf alle Fälle kriegt der eben alle paar Wochen seine Abreibung und dann ist gut so. Wenn er nicht mehr wäre, dann wäre da eben ein Anderer. Irgendwer will´s immer wissen und dann ist es eben jedem seine eigene Entscheidung, ob er sich ständig auf der Schnauze herum tanzen lassen will oder jenem Welchem kurzerhand klar macht, wer hier der Boss ist. Wenn´s auf diplomatischem Wege nicht funktioniert, dann müssen eben die Glocken klingeln, aber was hätte ich denn davon, wenn ich mich bei der Aktion auch noch selbst in die ewigen Jagdgründe katapultiere. Dann wär´ doch der Plan mal richtig ins Fell gegangen oder…? Keine Ahnung, vielleicht habe ich da andere Ansichten, aber ich mach´ mir eben so meine Gedanken… und ehrlich gesagt, Jeder, aber wirklich Jeder mit einem IQ unter dem, der zum Banane schälen reicht, kann sich ausrechnen, dass damit absolut gar nichts gewonnen ist. Dann kommt der Nächste und der Nächste und…. Man stellen Sie sich nur mal diese Sauerei vor. Widerlich!“
„Ich will Sie aber nun wirklich nicht länger als nötig, mit pseudo-phylosophischen Phrasen über beschränktes Schubladen-Denken langweilen. Lassen Sie sich von mir einfach mal in die Welt eines Katers entführen, der in seinem bisherigen Leben so einiges gesehen hat und Ihnen vor Augen führen kann, was hinter frisch gewaschenen Gardinen und neben dem millimeter-genau-gemähten Rasen, so alles passiert. Machen Sie es sich gemütlich, lehnen Sie sich zurück und genießen Sie einfach“. Lach.
Ach ja, irgendwer fragte mich, warum ich unter anderem den Titel `Kami-Kaze` gewählt habe. Wegen mir nicht. Ich bin weder `Kami-Kaze´ noch verspüre ich den Hauch anstehenden Wahnsinns oder so was Ähnliches. Eigentlich stammt dieser Ausdruck von einer Kollegin meines Frauchens. Ich habe ihn so per Zufall aufgeschnappt und mir dann mal meine Gedanken dazu gemacht. Aber um ehrlich zu sein, ist dieser Titel eine glatte Übertreibung. Mein Frauchen ist der liebst und gütigste Mensch auf diesem Planeten. Jeder Kater würde auf der Stelle mit mir tauschen, wenn ich ihm nur einen Bruchteil von dem erzählen würde, was sie alles für mich und meine Schwester getan hat. Gegen keine Maus, keinen Baldrian oder gar frischen Thunfisch würde ich sie verlassen wollen. Aber nichts auf diesem Planeten ist eben perfekt. Irgendwo ist immer der Hammer versteckt. Entweder ist es offensichtlich, so mit unkontrollierten Körperzuckungen und Ausbrüchen und so oder es wird erst beim zweiten Hinsehen deutlich. Aber wenn ich etwas wirklich mit Bestimmtheit sagen kann, dann, dass NICHTS auf dieser Welt perfekt ist - auch nicht mein Frauchen. Aber ich kann Sie beruhigen. Es ist nicht schlimm. Nicht wirklich. Nur ein bisschen. Manchmal. Ab und zu…. und dann in voller Konzentration. Nichts ahnend döst man auf dem Sofa vor sich hin, um sich von den nächtlichen Liebestouren zu erholen und muss sich dann gezwungener Maßen den Quark anzuhören, den diese Frau Zeit ihres Lebens so veranstaltet hat. Wenn ich nicht schon schwarz wäre, würde ich höchst wahrscheinlich die Signal-Farbe eine roten Verkehrsampel annehmen.. …und dann würde ich mir noch ein Schild umhängen auf dem drauf steht: „Ich kenne diese Person nicht und verwehre mich auf irgendeine Weise mit ihr in Verbindung gebracht zu werden. Interviews und Internas nur gegen bares….“. Schmunzel. „Nein, Spaß beiseite. Das würde ich natürlich nicht tun. Im Leben nicht. Sollen sie nur kommen, die Möchtegern-Normalos! Die Pseudo-Konservativen Wichtigtuer mit Ihrem Gerede: Tu´ dies und tu´ das nicht und man kann doch nicht und sollte nicht und was werden wohl die Anderen sagen …. Bla, bla, blaaaaaa. Das Problem ist, wie schon erwähnt, dass ich als kleiner schwarzer Kater ungestört in diese `Normalo-Wohnzimmer` reinschauen kann. Die kriegen dann zwar regelmäßig einen `Fast-Herzinfarkt` wenn sie zwei Leuchtkugeln ohne Hintergrund hinter der Fensterscheibe sehen, aber so schnell, wie ich dann wieder weg bin, sind die noch damit beschäftigt, den Wein auszutauschen, der wahrscheinlich Schuld an ihrer verkorksten Optik ist. Und ich sage Ihnen… was man da zu sehen bekommt, ist oft alles andere als `Normal`. Ich meine jeder soll das machen, was ihm Spaß macht. Ich für meinen Teil hätte keinen Spaß daran, wenn mir ein anderer Kater…… Boooahhhhh…..Nööööööööö….. Das muss wirklich nicht sein. Aber diesem roten fetten Kater aus der Nachbarschaft, der, der mich immer so anschaut, als könne er nicht bis drei zählen, dem würde ich gerne mal in den Hintern pusten. So mit Anlauf und Ansage. Ich sage Ihnen, den würden Sie an Sylvester über sich fliegen sehen, mit Geschrei und in sämtlichen leuchtenden Farben. Nach 200 km würde der zum ersten Mal aufschlagen und weil er so viel Fettmasse mit sich trägt, gleich wieder wie ein Pflummi hochschnellen und beim Flug über den Eifelturm an den Begrenzungslichtern hängen bleiben. Dann hätte Paris mal wirklich eine Attraktion…..“.
Kapitel 2
Frauchen ist an allem Schuld
„Bevor ich meine Geschichte also beginne, noch eine Minikleiner Hinweis: Dieser Ausdruck `Kami-Kaze`.. der stammt von dieser bereits erwähnten Arbeitskollegin meines Frauchens, die mal so ganz per Zufall im Auto hinter ihr her getuckert ist. Mein Frauchen ist nämlich der Ansicht, dass sie ganz ´noooooooooormaaaaaaaaaaal´ Auto fährt und die Kollegin hat das wohl mal ganz genau beobachtet. Sie meinte, dass sie für kein Geld der Welt in ihr Auto steigen würde. Dabei fährt Frauchen ein kleines, schnuckeliges Auto. Einen `Franzosen` wie sie immer sagt. Mehr verrate ich nicht und was die Fahrkünste angeht…... Na, jaaa…. Steigen Sie mal in ein Torpedo, setzen sich seitwärts zur Fahrtrichtung in einen Käfig mit Super-Optik auf den Vorbau ihres Piloten und versuchen, die Fliehkräfte, die sie jeden Moment erfassen werden, zu erahnen. Sie können noch nicht mal rechtzeitig die Augen zukneifen, denn Sie wissen ja nicht, was kommt. Super Feeling sage ich Ihnen. Danach fühlen Sie sich nicht mehr krank. Sie werden alles daran setzen, um würdevoll und einigermaßen gerade das Auto zu verlassen, um dann bei nächster Gelegenheit, ihrem Frühstück wieder Guten Tag zu sagen. Unbeobachtet natürlich. An der nächsten Ecke. Aber das Problem ist, dass wir kleinen Mietzekatzen nicht würdevoll aus dem Auto steigen können, um hoch erhobenen Hauptes um die nächste Ecke zu biegen. Wir werden abtransportiert, gegen die Tür der Tierklinik gerammt und landen unsanft auf Mutter Erde, wo wir in die Augen eines stinkenden, ungekämmten Straßenköters blicken, der wegen einer verletzten Pfote, die ganze Familie in Alarm versetzt hat. Nein, wir können das nicht. Aber Ihr… ähhm Sie. Wenn man die Hinterräder vom Vordermann nicht mehr sehen kann, weil der Fahrer mal wieder die Bremsen testet, dann macht man halt die Augen zu. Ist doch Jedermanns eigene Entscheidung, ob man in den `Franzosen´ steigt oder nicht. Man stellen Sie sich vor, sie würde Porsche fahren… oder Ferrari… Nein, den mag sie nicht. Ja, oder Audi? Dann hätte ich wirklich Verständnis für diese Angsthasen, aber bei so´ nem 75PS-ler doch nicht. Ich bitte sie. Ach, ja… und jetzt kommt der Brüller: Die Frau, die gesagt, dass mein Frauchen Kami-Kaze fährt, ist bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht mal in ihrem Auto gesessen. Nicht mitgefahren! Das müssen Sie sich mal vorstellen. Die redet etwas daher, wovon sie keine Ahnung hat! Nur weil sie mal ein paar Meter hinter ihr her geschlichen ist. Halllooooo! Was kann mein Frauchen denn dafür, wenn die hinter ihr nicht den Gang geregelt kriegt. Ja, wohl gar nichts oder…? Und dann hat sie noch gesagt, dass sie nicht das Bedürfnis hätte vor ihr zu fahren. Hahahaha….. soll ich mal lachen. `DU WÜRDEST DOCH NICHT MAL DEN ANSATZ EINER CHANCE HABEN !!! BIS DU DEN ZÜNDSCHLÜSSEL UMGEDREHT HAST, IST DIE DOCH SCHON LÄNGST IN HONOLULU !!!! ….. Ach übrigens…. Bei der letzten Krankenfahrt habe ich ihr in die Box geschissen“!
„Jetzt hab´ ich Sie aber lange genug auf die Folter gespannt. Ich will jetzt endlich anfangen. Also, mein Frauchen ist Ende dreißig, helle Haare, 1,66 cm groß (oder klein, je nachdem aus welcher Perspektive man es betrachtet), normale bis sportliche Statur, Augenfarbe kann ich nicht sagen, aber irgendwer sagte mal `grün`. Sie kommt aus der Nähe einer süddeutschen Großstadt, wo sie bis zu ihrem 24. Lebensjahr gelebt hat, bevor sie hierher zog und unsere Bekanntschaft machte. Ich sage nur `Schicksal`….andere Worte erklären unsere Begegnung nicht. Wobei ich sagen muss, dass sie vorher einem Kerl begegnet ist, der den Ausschlag dafür gab, dass sie ihre alte Heimat verlassen hat. Sie war ganz fürchterlich verliebt in ihn. Sogar noch lange nachdem ich schon kastriert war…. und das hat sie bei mir Gott sei Dank erst verbrochen, als ich 1 ½ war. Auf jeden Fall machte auch ich seine Bekanntschaft. Großer Mann. Gut aussehend. Aber leider nicht das Passende für mein Frauchen. Sie hätte es wissen müssen….. Jetzt weiß sie´s. Nun gut. Also sie ließ ihre beste Freundin zurück, die zu diesem Zeitpunkt wohl schon schwanger war… und zwar von so´ nem Trottel von `Mann`, der mal so absolut nichts geregelt bekam. Frauchen lehnte dankend ab, als sie gebeten wurde bei der Hochzeit Trauzeugin zu sein. Respekt! Immerhin hat die Ehe 2 oder 3 Jahre gehalten, bis er in die Klappse kam. Frauchen hat die Anzeichen schon vorher gesehen, aber die Schwangere nicht. Die Hormone haben ihr wohl die Sicht vernebelt. Egal. Ach ja die Eltern, Arbeitsplatz, andere Liebschaften, alles hat sie zurück gelassen, um einen neuen Anfang zu machen. Sie hat immer gesagt, dass sie sich hier wohler fühlt, als bei diesem ´beschränkten` Volk. Ich für meinen Teil glaube, dass sie überall `beschränkt` sind. Ganz egal wo man ist. Das einzige was den Unterschied macht, ist die Umgebung… und hier ist sie halt schöner als dort….. Brüder oder Schwestern habe ich nie kennen gelernt, also ist sie ein Einzelkind – ganz im Gegensatz zu mir. Man sagt ja immer, dass Einzelkinder verzogen sind… keine Ahnung… ich denke aber nicht, dass das der Grund für… na Sie wissen schon… dann wäre ja die halbe Menschheit… den Gedanken spinne ich jetzt mal nicht zu Ende. Nun gut. Auf alle Fälle wuchs sie ohne nervige Geschwister auf. Viel Sport hat sie schon immer gemacht. Regelmäßig rennt sie in so´ne Muckibude und kommt dann immer ganz fertig und spät nach Hause. Wird Zeit, dass sie sich mal einen heißen Personal-Trainer zulegt, dann muss ich nicht immer so lange auf mein Abendessen warten. Ich meine, als ich noch kleiner war, habe ich ihr manchmal beim Duschen zugeschaut. Damals wusste ich ja auch noch nicht, wer oder was ich bin. Man muss sich ja erst finden, gelle. Was ich da gesehen hab´ war nicht von schlechten Eltern, aber da war ich gerade mal ½ Jahr alt. Weiß der Geier, was sich in der Zwischenzeit getan hat. Der Schaum in der Badewanne verdeckt ja alles und für die Ablage hinter dem Duschvorhang bin ich schon zu groß. Abgesehen davon sperrt sie mich dann auch noch aus. Hat sie bei meiner Schwester übrigens nie gemacht. Komisch. Ach ja, ich hatte vergessen zu erwähnen, dass ich bis vor 1 ½ Jahren eine Schwester hatte. Sie ist gestorben. Für mich eher von Vorteil, für Frauchen eine heftige Erfahrung. Die zwei haben sich wirklich gut verstanden und obwohl sich mein Schwesterherz nie so hochheben hat lassen wie ich, war Frauchen immer bedacht, uns beiden die gleiche Aufmerksamkeit zuteil werden zu lassen. Ihren richtigen Namen will ich hier nicht nennen. Man muss ja nicht gleich alles ausplaudern. Übersetzt heißt ihr Name `Herzogin`…. und so hat sie sich auch benommen. Als wär´ sie was Besseres, was Edleres, feiner, graziler, ein Mädchen eben…. Blöde Ziege. Wegen ihr habe ich regelmäßig einen Rüffel bekommen, nur weil ich mal deutlich machen wollte, wer hier der Herr im Hause ist. Muss man doch machen bei 2 Frauen, oder?????
„Übrigens, ich nenne mein Frauchen `Lea`. Sie heißt zwar anders, aber das kann Ihnen ja egal sein. Lea also wuchs in so´ nem kleinen Mickey-Mouse-Kaff im Süden dieses Landes auf und ging dort bis zur 3. Klasse in die Schule. Als sie dann zur 4. Klasse in eine Schule, in der Groß-Stadt versetzt wurde, hat sich schlagartig was geändert. Ab dem Zeitpunkt hat sie gemerkt, wenn sie sich jetzt nicht behauptet, geht sie unter. So mit Blubber-Blasen und `Hilfe, ich ertrinke`. Das Problem aber bei Lea ist, dass sie damals – und ich weiß nicht wirklich, ob sich das in der Zwischenzeit großartig geändert hat – nicht wusste, welches Maß sie ansetzen muss… ich meine beim ´sich Behaupten´. Der Vater des Gedanken war ja nicht schlecht, aber das Problem war, dass sie meistens voll übers Ziel hinaus geschossen hat. Sie bekam keinen richtigen Anschluss an die Anderen und wenn dann nur in der Form, dass sie sich mit den Jungs geprügelt, keine Hausaufgaben gemacht und ständig die Tanzstunden geschwänzt hat. Erst ab der 5. Klasse hat sich das wieder gebessert. Um genau zu sagen bis zur 8. war sie eine Musterschülerin. Brav, gute Noten, nie geschwänzt…. So wie sich das auch gehört. Ich glaube beurteilen zu können, dass bei ihr die so genannte `Sturm- und Drangzeit` - gibt es übrigens bei uns Mietzen auch – irgendwie später kam. Die Phase, wo man mit 13 die Jungs ärgert und die Jungs die Mädchen, hat sie zwar durchgemacht, aber ich glaube, nicht so, wie sie es hätte müssen. Diese Zeit kam erst viel später… oder hält sie noch an? Keine Ahnung. Nun gut. Also sie war bis zu einem gewissen Alter brav, wohl behütet, Einzelkind, relativ folgsam, damals schon ein bisschen crazy, aber hat ihre Sachen ganz gut geregelt bekommen. Ab der 8. Klasse dann ist sie bei Chemie gedanklich ausgestiegen, dann Mathe und dann Physik. Wenn sie etwas nicht versteht, dann versteht sie´s nicht. Basta. Und wenn´s ihr keiner erklärt, so dass sie es verstehen kann, dann will sie´s auch nicht mehr wissen. In dem Punkt kann sie echt stur sein. Also alles in Allem eigentlich ganz normal. Nach der Schule hat´s dann angefangen. Sie fing an, sich die Nächte um die Ohren zu schlagen und Papi wollte ihr Vorschriften machen, welche Ausbildung für sie die Beste wäre und wann sie ins Bett zu gehen hat. Also wenn ich eins beurteilen kann, dann das: Man schreibt meinem Frauchen nicht vor, wann sie schlafen soll. Mir übrigens auch nicht. Aber mit 17 ist man kein kleines Mädchen mehr, dass nach Sandmännchen in die Heia muss. Aber Papi wollte zeigen, wer die Stiefel anhat und sie hat um so mehr auf Stur gestellt. Ich werde nie verstehen, warum er das nie begriffen hat. Je mehr Druck er auf sie ausgeübt hat, desto mehr hat sie die Schotten runter gelassen und er hat gedacht, dass er alles besser weiß. Die Mutter stand in diesem Gerangel, glaub´ ich, ziemlich hilflos daneben. Ich glaube auch, dass da ein bisschen Konkurrenz im Spiel war. Genau wie bei meiner Schwester und mir. Ich hab´ regelmäßig von ihr eins auf die Zwölf bekommen, wenn ich mitschmusen wollte. Ich sag´ ja, Blöde Ziege. Vielleicht war es bei Lea ähnlich. Wenn das Gleichgewicht in so´ner Dreierbeziehung ins Wanken gerät, finden sich immer wieder zwei auf einer Seite und der, der übrig bleibt, muss um die Aufmerksamkeit kämpfen um nicht ins Hintertreffen zu geraten. So was kann ganz schön nervig sein. So anstrengend und nervig, dass Lea von zu Hause auszog. 1 Monat nach ihrem 18. Geburtstag. Ihr ganzes Hab und gut hat in ein klappriges Mini-Franzosen-Auto gepasst. Sie hat dann drei Monate bei einer Freundin gewohnt, die für 2 viel zu klein war. Irgend so´ ne andere Truller hat ihr dann erzählt, dass ein Zimmer in einer Art Wohngemeinschaft frei geworden wäre. Billig, im 5. Stock ohne Aufzug, ohne Heizung, ohne Dusche. Nur eine kleine Küche mit Waschbecken, ein Kloh, das war´s. Mann, wenn mir einer gesagt hätte, dass ich in so ner Absteige hausen müsste, ich hätt´ ihm mal meine mittlere Kralle gezeigt. Absolut undenkbar. Unzumutbar. Sie müssen sich ein ungefähr hundert Jahre altes Haus vorstellen. 5 oder vielleicht waren es auch 6 Stockwerke mit richtig steilen Steinstufen. Das komplette Haus gehörte einer alten Frau, die es selbst verwaltete und auch dort wohnte. Im 1. Stock nämlich, so dass jeder hübsch an ihr vorbei musste. Eine richtig alte Hexe mit jeder Menge Zeitschriftenstapel in der Wohnung. Modriger, abgestandener Geruch und Rolläden, die sie die letzten 10 Jahre nicht mehr nach oben bewegt hat. Auf alle Fälle wohnten dort hauptsächlich Studenten oder junge Leute eben, die sich es gefallen lassen mussten, dass man diese Person plötzlich unangekündigt im Zimmer stehen hatte. Pech oder Glück. Je nachdem wie man es betrachten will. Wahrscheinlich hat sie sich diese armen wehrlosen Menschen ausgesucht, weil jeder andere `normale` Mieter ihr einen Tritt in den Allerwertesten verpasst hätte. Diejenigen die eine `ganze` Wohnung hatten, durften sich vielleicht noch glücklich schätzen. Die Anderen aber, die aber nur ein Zimmer bewohnten, waren ihr hoffnungslos ausgeliefert. Man konnte ja noch nicht mal die Flucht ergreifen, wenn sich der wandelnde Schlüsselbund näherte. Im Schrank verstecken, wenn er groß genug war oder sich tot stellen. Aber sobald ihr eigener Schlüssel nicht die gewünschte Tür öffnen konnte, veranstaltete sie ein Hammerkonzert der anderen Art. Da wurde an die Tür geklopft, lautstark verkündet, dass man seine Miete noch nicht bezahlt hatte…. und so weiter und so fort. Und wenn man nicht da war, bekam man den Vortrag beim nächsten Zahltag auf den Tisch geknallt. Der elektrische Heizofen würde zu viel Strom fressen, Duschen könne man sich ja unten, in dem Gesichts- und Bräunungsinstitut … na Sie wissen schon, was ich meine und abends müsste man ab 21.00 Uhr wirklich die Türe absperren. Ich weiß nicht, wie die anderen das ertragen konnte, mein Frauchen kam mit der Fortsetzung der Verhaltensvorschriften, wie sie sie zu Hause schon gehasst hatte, jedenfalls gar nicht zurecht. Immerhin hat sie aber 1 ½ Jahre dort gehaust. Ja, gehaust. Anders kann kam dieses Zustand nicht bezeichnen. Wenn es nicht so billig gewesen wäre, hätte sie schon längst die Flucht ergriffen. Aber was will man machen, wenn man in der Küche einer großen Restaurantkette arbeitet und gerade mal so sich und seine Bedürfnisse damit befriedigt bekommt. Ein lächerlicher Lohn für die schwere Arbeit. Aber anstatt sich zu beschweren hat sie sich eher mit ihren Nachbarinnen angelegt und andere Dummheiten angestellt. Eines kalten Winterabends, konnte sie vor lauter Zittern nicht einschlafen und hat kurzerhand in einer Pfanne in ihrem kleinen Zimmer Feuer gemacht. Man kann von Glück sprechen, dass sie nicht die ganze Bude abgefackelt hat. Das einzige, was sie erreicht hat, war eine schwarze Decke und ein vom Rauch stinkendes Zimmer…. und kein Stück wärmer.
So weit so gut. Ein paar Monate später hat sie dann zuerst den Job gewechselt und dann die Bleibe. Eine weise Entscheidung, wenn Sie mich fragen. Nicht nur, weil es dort endlich eine Heizung gab, sondern weil sie bei dem Jobwechsel auch ihre zukünftig beste Freundin kennen lernte. Wusste sie damals natürlich noch nicht. Schicksal, kann ich nur sagen. Absolutes Schicksal. Ich hab´ die Frau mal gesehen. Vor Jahren war sie ein oder zweimal zu Besuch da. Wenn die zwei dann von alten Zeiten gesprochen haben, konnte ihr Intelligenzbolzen von Mann nur dumm aus der Wäsche schauen und der Bruder war sowieso schmerzfrei. Damals hatte die Freundin schon das Kind. Ich weiß gar nicht mehr, ob ich oder meine Schwester zu ihr in den Kinderwagen gestiegen sind. Auf alle Fälle hatte die beste Freundin Angst, wir könnten das arme Würmchen erdrücken. Was für ein Schwachsinn! Aber weiter im Text. Also Lea hatte die Begegnung ihres Lebens – oder zumindest eine sehr einschneidende. Ich geb´ der Freundin mal den Namen `Sunny`, weil sie immer so gelacht hat. Und zwar richtig laut. Wenn die einen Anfall hatte, konnte sich keiner mehr halten. Es gibt so Menschen, die mit ihrer Art alle mitreißen können. Sunny war so eine. Regelmäßig hatte sie eine Schar von Leuten um sich, die sich um sie kümmerten, sie versorgten, wenn sie mal wieder Pleite war… oder einfach mit ihr Party machten. Bei ihr war immer was los. Sunny hauste damals im Souterrain eines Mehrfamilienhauses an einer ziemlich stark befahrenen Straße. Ein großes Zimmer, Waschbecken und Kloh auf dem Gang. Also ungefähr wie bei Lea, nur größer. Und Sunny hatte diesen `Schwarz-Tick`. Alles musste schwarz sein. Der Teppich, Die Bettwäsche, die Kleidung, die Haare….. alles. Wenn etwas nicht schwarz war, wurde es schwarz gemacht. So. Also Sprühdose organisiert und die schon vorhandene Bar oder was immer das auch sein sollte, was die Vermieterin in das Zimmer gestellt hatte, schwarz eingesprüht. Also, wenn Sie mich fragen, kann kein Mensch alleine auf so eine bescheuerte Idee kommen. Oder aber, diese Aktion hat ihr für den Rest ihres Lebens, wichtige Areale ihres Oberstübchens lahm gelegt. Stellen Sie sich vor, sie wollen Nachts schlafen, können das Fenster aber nicht auf machen, weil der Straßenlärm sie sonst nicht schlafen lassen kann. Jetzt sitzen sie auf 20 qm und atmen Nacht für Nacht die betörenden Dämpfe dieser Ultra-Intelligenten Sprühdosen-Aktion ein. Morgens wachen Sie dann auf und wundern sich, dass sie aussehen, wie Alice Cooper und einen Schädel aufsitzen haben, als hätten Sie 5 Nächte lang durchgefeiert. Macht man das, wenn man auf dem Gymnasium war und 3 Jahre länger Chemie hatte, als manch anderer? Oder hat der Lehrer, die Auswirkungen dieser Dämpfe nur für den Planeten Jupiter demonstriert und für Mutter Erde alle Gesetzmäßigkeiten außer Kraft gesetzt? Ich weiß es nicht. Ich weiß nur eins. Lea übernachtete ein oder zwei Mal bei Sunny und sagte dann nur so etwas wie: „Kein Wunder, dass du so viel lachen musst, wenn du dir Nacht für Nacht solche Drogen gönnst!“ Aber Sunny war Gott sei Dank noch nicht ganz verpeilt und kündigte bald darauf den Umzug an. Bei Nacht und Nebel räumte sie das Zimmer leer und Lea durfte den versifften schwarzen Teppich auf dem Kopf 5 Straßen weiter tragen. Auto, Umzugswagen, Bollerwagen Fehlanzeige. In dem Alter reichen noch 3 Mädchen alles, was bis dahin angeschafft ist, weg zu transportieren. Macht einen auf eine interessante Art und Weise flexibler“. Grins. „Ach ja und Lea zog dann wenige Wochen später in die gleiche Adresse, wie Sunny. Sie wohnte im 3. und Sunny im 1. Stock eine evangelischen Mädchenwohnheims. Immerhin vergrößerte sich Leas´ Bleibe so von 5 auf 15 qm und eine Dusche gab´s auch. Jetzt packen Sie mal so zwei Weiber mit unwesentlichem Abstand in ein und dasselbe Haus. Da ist doch Ärger vor programmiert, oder? Musste ja so sein. Ich meine, die Heimleiterin oder wie immer diese Person betitelt werden wollte, war darauf bedacht, anständige, ruhige Mieterinnen, die studierten und kein Geld für große Wohnungen hatten, aufzunehmen. Sie mussten zwar nicht in der Kirche sein, aber es war auf jeden Fall hilfreich für ihre Auswahl. So. Und jetzt nisten sich da urplötzlich zwei verrückte Hühner ein, die den ganzen Haufen aufmischen, sich die Nächte um die Ohren schlagen und Jungs in ganzen Horden nach Hause schleppen, dass meiner einer nicht schwärzer werden kann. Ab 22 Uhr wurden jeden Abend die Klingeln abgestellt. Tolle Maßnahme. Der, der das in die Hausordnung geschrieben hat, gehört heute noch verhauen. Ich meine, so wie Lea es erzählt hat, hatte eigentlich alle Mädchen ein eigenes Telefon im Zimmer. Also kurz angerufen, Schlüssel aus dem Fenster geworfen und drinnen war der Typ. Freitag und Samstag Nacht war da so zusagen Hochbetrieb. Diejenige welche, die das Fenster zur Straßenseite hatte, konnte nur noch so die Schlüssel fliegen sehen, so heiß ging´s da her.
Also, um weiter zu kommen…. Sunny vertrat also die Lederfraktion. Lea tendierte von Haus aus mehr zu Kostümen und High Heels. Es muss für die Zuschauer ein Bild für die Götter gewesen sein, wenn die 2 unterwegs waren. Sunny in Lederhosen, Lederjacke, Bikerboots, schwarze Haare und Frauchen mit hohen Schuhen, kurzen Röcken, Hotpants oder Kleidchen. Abgesehen davon dass sie jung waren, unabhängig sein und sich die Nächte um die Ohren schlagen wollten, gesellte sich vielleicht also noch ein bisschen `Verrücktheit` dazu. Zumindest die Bereitschaft. Warum? Erzähle ich Ihnen später. Also von Konventionen wollten beide damals nichts wissen. Lea übrigens heute auch noch nicht. Ob Sunny die Kurve gekriegt hat, bezweifle ich. Kann aber auch nicht das Gegenteil behaupten. Arbeiten war nur Mittel zum Zweck und um Geld für die Miete, was zum Essen, Zigaretten und Klamotten zu haben, um in den Clubs gut auszusehen. Montag bis Mittwoch war Ruhe angesagt und ab Donnerstag ging die Post ab. Sunny, wie schon gesagt, vertrat die Lederfraktion.. und Donnerstag ging´s in so´ n Club mit dunkler, Hard-Rock-Musik. Alle in schwarz, der Club in schwarz, stockfinster… uaaahhhh…. wahrscheinlich hätt´ ich dort gut rein gepasst. So. Das zum Donnerstag und jetzt zum Freitag. Freitag war Lea immer in so´ ner Disco… Mann ich kann leider den Namen nicht nennen, sonst weiß gleich die ganze Welt Bescheid… was mach´ ich denn nun. Egal. Ich geb´ ihm einfach den Namen `Funky`. Immerhin nannten sie auch die Musik so, die dort gelaufen ist. Die Leute waren nicht ganz so finster angezogen wie im … ich nenn´s mal `Black Club`, anders kann man das Ding nicht nennen. Also, um es kurz zu machen, die `Black Club`-Gänger konnten mit den `Funky`-Leuten nix anfangen und genauso war´s auch umgekehrt. Trotzdem haben sich Lea und Sunny ab und zu damit abgefunden, sich gegenseitig in die Läden reinzuschleppen. Entweder gähnte die eine oder es gähnte die Andere. Sunny hatte sich in so´nen Typen verguckt, der Donnerstags immer komplett verstrahlt im `Black Club` tanzte und Lea in so´nen Hinterwäldler, der Freitags in ihrem Laden rum spackte. Das Problem ist… man kann ja immer nur die eine Seite wieder geben. Was die andere dachte, weiß ich leider nicht. Ich kann nur sagen, dass die Mädels hin und weg von den Jungs waren… und zwar so Hin und weg, dass sie dabei Aktionen gestartet haben, die jeden `normalen` Menschen ´ne weiße Wand ins Gesicht gezaubert hätte. Das Ganze nahm so Formen an, wie… Komm´ lass uns mal kurz nach `Schlagmichtot` fahren und vor seinem Haus auf ihn warten und wenn er dann kommt, überrasche ich ihn und ….. Mann oohhhh Mann ohhhh Mann. Ich hätt´ zu gern das Gesicht von dem Typen gesehen….. Diese komplett bescheuerten Ideen hatten die zwei aber auch erst als Sunny sich ein Auto für damals 500 DM gekauft hatte. So´ ne Spritschleuder. In weiß. Ohne Radio und ohne Servo. Hauptsache es fährt, oder???? Plötzlich war `Frau` mobil und konnte sich so einen Schwachsinn ausdenken. Ich hätt´ mich wahrscheinlich vor´s Auto geschmissen, um die Beiden daran zu hindern sich so zu blamieren… aber leider…… Na, ja… das End´ von der Geschichte ist, dass keine der Beiden auch nur eine Chance auf eine ernste Verbindung mit einem der Jungs hatte. Weder Lea, noch Sunny. Es ging immer wieder um irgendwelche Schäferstündchen und hat er sie angeschaut oder nicht. Hat er mit ihr gesprochen… und wenn ja, Was? Mit wem hat er sonst noch rum gemacht und…. Bla bla blaa… Wieso müssen sich die Menschen das auch immer so verkomplizieren. Mann, wenn ich eine scharf finde, dann krall´ ich sie mir. Wo ist das Problem? Entweder sie will oder sie will nicht. Nicht, dass sie jetzt auf den Gedanken kommen, wie ich das denn anstellen wollte, wenn ich eigentlich gar nicht mehr könnte. Ich kann aber eins sagen: Wir machen nicht so ein Affentheater wegen so´n bisschen Rumgehoppel. Kein Tammmtammm…… mit: Ich liebe dich oder ich liebe dich nicht… und Willst du mit mir gehen? Und so´n Schwachomaten-Programm. Und jetzt mal ein ernsthaftes Wort an die weibliche Leser-Fraktion. Nehmen Sie sich das bitte zu Herzen, was ich Ihnen nun mitteilen werde. Es kann Ihnen wirklich nämlich viel Ärger ersparen. Also, wenn ein `Mann` - ich rede hier wirklich von Mann und nicht von Mämmen. Also, wenn `Mann` Interesse an Ihnen hat, dann wird er Ihnen das gegenüber auch offensichtlich zeigen… und zwar so offensichtlich, dass Sie das auch verstehen werden, ohne dass man mit einer Holzlatte nachhelfen muss. Aber…. Und jetzt kommts´s: Wenn `Mann` nicht will…. Also so rum druckst von wegen… Jaaaaa, vielleicht, hhhhmmmm was trinken gehen, jaaaaaa, hhhhmmm also, jaaaa also was trinken gehen können wir gerne, aber …. Ich hab´ so wenig Zeit… soooooo viel Arbeit…. Jaaaa……mal sehen. Ich ruf´ dich dann mal an… HALLLOOOOOOOOOOOOOOOOOOO !!!!!!!!! Der deutschen Sprache noch nicht mächtig oder was gibt es da nicht zu verstehen? Auf wie blöd muss er denn noch machen, dass Sie kapieren, dass er keinen Bock hat? Der Typ WILL NICHT! Schluss! Banane. Ende Gelände. Aus die Maus. Vergessen Sie den Warmduscher. Wenn er nicht auf Sie zukommen will, dann will er eben nicht. Denn wenn er wollte, dann könnte er auch. So sieht´s aus. Und kommen Sie mir nicht mit irgendwelchen Ausreden von wegen: Jaaaa, aber er ist doch vielleicht schüchtern. Vielleicht hat er Angst auf mich zuzugehen… vielleicht hab´ ich ihn vor den Kopf gestoßen und jetzt traut er sich nicht mehr… Pillepalle! Schnickschnack! Zerbrechen Sie sich nicht den Kopf von anderen. Wenn er ein Problem mit seinem Selbstwertgefühl hat, dann soll er einen Psychiater aufsuchen - oder haben Sie etwas Psychologie studiert? Nein?! Dann lassen Sie´s. Und kommen Sie bloß nicht auf den schwachen Gedanken, in irgendein Buchladen zu rennen, um sich ein Buch über die männliche Psychologie oder „Wie man ihn rum kriegt“ zu kaufen. Das ist Müll. Abfall. Kinderprogramm. (Sorry, schon mal an dieser Stelle an alle die, die die sich Jahre lang damit abgemüht und einen Kredit aufgenommen haben, um die Praxis so schön stylisch einzurichten) Glauben Sie mir, Sie brauchen keinen Seelenklempner, Sie brauchen nur mich!“ Grins. „Warum ich auf dem Thema so rum reite? Kann ich Ihnen sagen: Weil mein Frauchen mehr als einmal in so einer Situation war und jedes Mal Wochen gebraucht hat, um sich von dem Schock einigermaßen wieder zu erholen. Ich weiß es. Schließlich saß ich direkt daneben und hab´ mir das Gejammere anhören müssen. Immer wieder ist sie voll in den Napf getreten… zuerst war sie ganz Hippie, dann kam der Hammer und dann der Jammer. Und angefangen hat das mit diesem Hinterwäldler aus dem `Funky`. Der, der zwar gut ausgesehen, aber sein Hirn zwischen Beinen getragen hat. Und zwar das Ganze! Also wo war ich stehen geblieben.. ach ja, beim Psychiater. Also… schlagen Sie es sich aus dem Kopf, ihm irgendwie helfen zu müssen. Wenn er den Arsch in Hose hat, dann kommt er auch. Er fragt sie, ob sie zusammen trinken gehen möchte, lädt Sie zu einem schönen Essen ein, sülzt ein bisschen rum oder noch ein bisschen mehr… und dann ist der Käse gegessen. Aber Frauen aufgepasst: Wenn er nicht auf Sie zugeht…. also nicht anruft und blöd am Geländer steht und cool an seinem Wodka… was weiß ich nippelt, dann will er nicht! Basta! Blast euch das aus dem Kopf, das er irgendwelche Probleme von wegen Hemmungen oder Verklemmungen hat. Dann ist er es nicht! Mann stellen Sie sich doch nur mal vor, ich würd´ an der Mauer kleben, während so´ ne Mietzimaus sich zwei Meter von mir entfernt in Stellung schmeißt und sie sich jetzt fragen muss, ob ich auf der anderen Seite kahl rasiert bin oder ein Identitätsproblem hab´. Und selbst wenn ich rechts kahl rasiert wäre, dann wär´ das noch lange kein Grund, nicht hoch erhobenen Hauptes auf sie zu zu schlendern… ihr mit tiefer Stimme ins Ohr zu hauchen, dass sie so ziemlich das schärfste ist, was mir je über den Rasen geschlichen ist und dass ich ihr mein Herz zu Füßen legen würde, wenn ich nur einmal ihre Zunge an meinem Ohr spüren könnt´. Soll´s geben. Die wird gar nicht wissen wollen, wo mir das Fell fehlt oder nicht. Und jetzt mal das Ganze umgedreht. Ich kleb´ also an der Mauer und schau diesem Wesen bei der Körperpflege zu. Ich denk´ mir: Ja, sieht ganz nett aus. Hat `ne gute Figur und… ich hab´ schon Hässlicheres in der Nacht gesehen. Sie hebt dann zufällig ihren Kopf, sieht mich und ist hin und weg von meiner Schokoladenseite. Die würd´ gaaaaaaaanz brav an mir vorbei stolzieren, mir vielleicht einen Blick zuwerfen, so nach dem Motto: Hey starker Kater… du siehst gut aus…. Ich aber noch besser !!! Uuuaaaahhhh. An der nächsten Ecke würd´ ich dann vor Freude einen Purzelbaum schlagen und mit klopfenden Herzen zurück zu Frauchen schleichen. So was macht `Mann` dann ein paar Nächte. Vielleicht müssen auch ein paar Mäuse oder Vögel dran glauben, die sie dann vor ihrer Haustür findet. Mein Gott, wenn´s sein muss, auch ein Eichhörchen…. aber ich bin der Chef… Ich bestimme, wann ich den Arsch im Fell hab´ und sie zu einem Tete à Tete einlade. Ich bestimme, wann´s los geht und ich sie schnurren hören möchte und ich bin es, der bestimmt, ob mehr draus wird oder nicht. Wenn sie nicht will? Pech gehabt. Dumm gelaufen. Aber Leute. Was hätte die Gutste davon, wenn ich wie ein Weichei an der Mauer klebe… Soll sie zum Zaun rennen und fragen. OOOOhhhhhh kann ich dir helfen? Ach jaaaaaaa. Ich will ja nicht so sein und helf´ dir. Bist ja ein armer Kerl. Kein Arsch im Fell und soooooooo verliebt in mich. Hallllllllllllooooooooooooooooo!!!! Wer will so was hören? Kein Mensch! Kein Kater … Niemand!
Und jetzt die andere Nummer. Die, wie ich sie schon oft gehört hab´… leider. Also noch mal zu der heißen Maus. Sie steht also auf mich stolziert ein paar Mal vor meiner Nase rum. Why not? Denk´ ich mir und find´ das ganz toll, was sie da so zu bieten hat. Aber jetzt kommt der Hammer. Aufgepasst. Ich hab´ vorher nämlich noch´ ne Brise Katzenminze inhaliert. Bin also breit wie´ n Reifen und seh´ die Mietzimaus quasi dreifach, was auch ganz lecker sein kann. Auf Deutsch: Ich bin prall bis zur Schädeldecke und gamsig wie´ ne Rakete. Was anderes Brauchbares ist jetzt auch grad´ nicht in der Nähe und die Alte tänzelt immer noch vor meiner Schnauze rum. So. Was glauben sie sollte ich jetzt tun? Hähhhh? Was wohl? Klar. Ich mach´ einen auf, haste nicht gesehen, tänzel ein bisschen mit ihr rum und tu´ so, als würd´ ich ein weibliches Wesen zum ersten Mal in meinem Leben sehen. Sie findet das alles ganz toll und schmeißt sich an mich ran, dass es mir die Sinne vernebelt. So. Kurze Zeit später hab´ ich dann die Mietzimaus flach gelegt und gehe wieder meiner Wege. Blöd ist nur, dass sie mir plötzlich andauernd über den Weg läuft. So als wär´s auf einmal Zufall, dass sie sich von der anderen Seite des Stadtparks hierher verirrt hat. Macht ständig so Anstalten von wegen, warum ich mich nicht melden würde und ob mir das Ganze gleichgültig wär`… und es war doch so schön und Blaa blaaa blaaa…. Bringt einen ja wieder richtig runter, so´n Programm. Vielleicht hätt´ ich mich gemeldet. Vielleicht hätt´ ich mir noch mal Gedanken gemacht und wär´ zufällig bei ihr reingeschneit… aber doch nicht nach so´ ner Vorstellung! Das törnt ab. Macht keinen Spaß und ist überhaupt nicht prickelnd. Jaaaa. Es war ganz nett. Sie war ja auch ganz nett. Aber was soll ich denn jetzt machen? Sie heiraten? Nö! Wieso auch? Geht ja auch ohne den ganzen Klimbim. Abgesehen davon ist da noch so´ ne Heiße, zwei Straßen weiter. Die fänd´ ich scharf. Die würd´ sich bestimmt nicht so an mich ranschmeißen und vor meinem Haus sitzen, bis ich pinkeln und Not gedrungen an ihr vorbei muss.
Um es klar zu machen, liebe Frauen: Ihr müsst das Gebiss festhalten, wenn ihr euren Gegenüber fesselnd wollt. Also nicht zu viel verraten…. immer schön auf Abstand und im richtigen Moment den Typen heiß machen. Wie? Ähhm, halloooooo… also das wäre jetzt nun wirklich zuviel des Guten. Blöd ist nur, dass ich das meinem Frauchen nicht so rüber bringen konnte. Es gab wirklich Momente, da hätt´ ich sie am liebsten an die Heizung gekettet, wenn sie wieder in so`n Schwachomaten-Club rennen wollte, um vor dem Typen, der an der Mauer klebt und an seinem Wodka…schlag´mich tot nippelt, rum zu tänzeln. Das Telefon hätt´ ich dann bei der Gelegenheit auch gleich abgemeldet. Oder mit so´ner Zündschnur und `ner Bombe verbunden… Haaaa, das wär´ was gewesen. Immer wenn sie eine bestimmte Nummer gewählt hätte, wär die Bude in die Luft geflogen…. Und zwar bevor es bei dem Schwachomaten klingeln kann. Aber leider….. hat sie diese ganzen unnötigen Erfahrungen selber machen müssen. Deshalb, liebe Frauen: Hört auf meinen Rat! Lasst die Schwachomaten, Schwachomaten sein und haltet euch an die Männer, die wirklich den Arsch in der Hose haben.
Es geht gleich weiter. Vorher will ich Ihnen aber noch einen kleinen Joke am Rand erzählen. Gestern lag ich mal wieder faul auf der Couch. Neben Frauchen, die am Samstag abend nichts Besseres zu tun hatte, als in die Flimmerkiste zu gucken. Gegen James Bond hab´ ich ja nix. Der Typ ist mir echt symphatisch. Aber das Programm davor…..boaaaaaahhhhh. OK. Also, so´n Typ in so´ner Talkshow ist verklemmt bis zum Anschlag. Seine Herzensdame sitzt völlig entspannt auf n´em Sofa gegenüber. Abgesehen davon, dass diese Szene schon mal komplett daneben ist, fand ich noch diese Pseudo-Verklemmtheit von diesem Typen zum Schreien. Ich meine, wenn ich wirklich verklemmt wäre, Hemmungen hätte, meine Schnauze nicht aufkriegen würde, die Frau meiner Träume quasi vor mir sitzt wie auf n´ nem Serviertablett und ich vor der ganzen Welt zugeben müsste, dass ich ein Problem hab´…… Ultra! Ich würd´ mich eher vorher freiwillig zum Hund umoperieren lassen, als mich selber so Bloß zu stellen. Mannnnnnnnnnnnn!!!!!!!! Ich würd´ im Keller in der Kartoffelkiste mein Lager aufschlagen und dem Postboten sagen, er soll die Briefe wieder mitnehmen. Aber neeeeeeeeeein, der Typ sitzt da, wie bestellt und nicht abgeholt, guckt treudoof in die Menge und findet das Ganze auch noch witzig. Gut, für sein Aussehen kann er nix. Is halt´ so (Die Maus übrigens auch nicht …..). Na, ja… aber jetzt kommt´s. Jetzt kommt der Überflieger. Der Schlager. Der absolute Hit. Der Typ willigt doch tatsächlich ein, dass man ihn öffentlich hypnotisiert, damit sein Oberstübchen endlich mal die Pforten frei kriegt. Der Hypnotiseur wedelt ein bisschen vor seiner Nase rum und sülzt ihm was ins Ohr und dann fällt sein Kopf auf die Brust. Sah Super aus, sag´ ich Ihnen. Nun gut. Der Typ also irgendwo im anderen Sonnensystem wird bequatscht und geht dann endlich auf die Maus zu, die immer noch auf dem Sofa sitzt. Kriegt vorher noch´nen Blumenstrauß in die Hand gedrückt und setzt sich brav zu ihr. Dann sagt die Moderatorin etwas von wegen: Du wolltest ihr doch etwas mitteilen, oder ?????? Er so: JA und grinst wie ein Honigkuchenpferd. Um es nicht zu vergessen: Der Typ hatte dabei die ganze Zeit die Augen offen, war aber anscheinend komplett verplant. Ich kapier das zwar nicht – aber es war so. So schön, so gut. Also, er fängt dann freudestrahlend mit seinem Gesülze an und fragt die Maus, ob sie mit ihm ausgehen möchte. Die Maus glotzt obercool (ich möchte sehen, wie sein Unterbewusstsein, das die nächsten Jahre verarbeiten will) und fragt: „Und was würdest du dafür tun?“. Grins. Plötzlich fängt der Typ an zu singen…. So oooooooooooooooohne Hemmungen, so falsch, dass es weh tut und Frauchen mal ganz kurz umschalten muss. Frauchen wieder zurück zum Programm. Dann Klatschen. Die Maus hat den Typen nun endlich richtig ins Bodenlose fallen lassen, aber er hat sein Date. Leute. Klasse. Tolles Finale. Ich muss sagen, Mausi, du hast mindestens genauso ein Problem, wie der Typ dir gegenüber! Ich krieg´s nicht gebacken. Der arme Bursche wird doch Zeit seines Lebens mit `ner Tüte auf´m Kopf rum laufen müssen – so nach dem Motto: Das war ich nicht. Ich war nicht bei Sinnen. Ich war nur das Werkzeug einer blutrünstigen Meute, die zu Hause nichts zu Lachen hat…. und außerdem war ich blöd und brauchte das Geld. Nöööööö!!!!!!! So geht das nicht. So was macht `Mann` nicht. Ehrlich! Wollen Sie so einen zu Hause neben sich haben? So einen, dem man erst mit dem Hammer die Sicht verdoppeln muss, damit der weiß was Sache ist????? Kann ich mir nicht vorstellen. Selbst Frauchen war total sprachlos. Die hat sich an den Kopf gefasst und ich hab´ zu ihr hoch geschaut und hätt´ sie am liebsten getröstet. War ja auch eigentlich zum Heulen und nicht zum Lachen. Aber so geht´s zu in dieser Welt. Das ist real. Das ist das Leben. Das ist..…. mal ehrlich…. so ganz unter uns….. NICHT NORMAAAAAAAAAAAL !
Aber weiter im Text. Wir wollen ja irgendwann noch fertig werden. Also, wo war ich stehen geblieben????? Ach ja. Also Sunny und Lea, zwei leicht crazy Frauen machen die Stadt unsicher. Da waren außer den fehl geschlagenen Dates auch noch ein paar andere Szenen, die ich Ihnen nicht vorenthalten will. Einfach mal um dem Thema: Männer und Frauen und wie treffen zwei Universen aufeinander, eine Pause zu gönnen. Also es muss so im Sommer gewesen sein. Keine Ahnung welches Jahr. Auf alle Fälle hatte Frauchen schon mal das Vergnügen gehabt, die Geduld eines Fahrlehrers in Anspruch zu nehmen. Nur um das mal klar zu stellen – Frauchen ist nicht begriffsstutzig oder so was, Nein. Sie neigt vielmehr dazu alles gleich können zu wollen und wenn das nicht klappt, setzt die Sicherung aus. Die Schotten sind dicht. Aus die Maus. So ungefähr stelle ich mir ein Black-Out vor. Na egal. Auf alle Fälle war der Fahrlehrer nach einigen Stunden der Verzweiflung nahe. Warum ging das bei den Anderen und nicht bei ihr? Kann ja wohl nicht so schwer sein. So. In dieser `Ich weiß zwar, wie ein Auto aussieht, aber ich weiß nicht, ob ich damit umgehen kann?` - Phase, sind Sunny, Lea und noch so´n komischer Typ eines schönen Abends was trinken gegangen. Sunny und der Typ waren…. Na, ja… wie drück´ ich´s am Besten aus… na, nicht mehr ganz nüchtern. Aber im anderen Sinne, wenn Sie verstehen was ich meine. Also nicht betrunken, aber auch nicht mehr klar bei Verstand. Ganz im Gegenteil zu Lea. Die hatte was getrunken - aber Gott sei Dank nicht viel (behauptet sie immer). So weit, so gut. Die drei wollen nach Hause und der Typ sagt, dass er nicht mehr Auto fahren kann. Sunny schüttelt auch mit dem Kopf und Lea grinst. „Aber ich“ sagt das Kind doch glatt und nimmt die Autoschlüssel an sich. Ich glaube, wenn einer der beiden gewusst hätte, was dann kommt, die hätten sie in der Toilette eingesperrt. Aber sie wussten´s ja nicht. So. Also das Trio steigt in so´n alten Mercedes ein. Fragen Sie mich jetzt bitte nicht, was alt heißt. Frauchen sagt alt, also ist das alt. So. Also Lea am Steuer, neben ihr Sunny und der verstrahlte Besitzer des Gefährts hinten rechts. Die Fahrt nach Hause hätte vielleicht 5 Minuten in Anspruch genommen, aber leider mussten sie mitten durch die Stadt und ich habe mir sagen lassen, dass Nachts verstrahlt durchs Stadtzentrum fahren, keine so gute Idee ist. Nun gut. Also Lea fährt los und muss einmal im Karree´ um den Häuserblock fahren….. sie fährt…..nein, sie tuckelt vor sich hin…. Rechts an der Hauptstraße muss sie an einer Polizeistation vorbei. Kommt gut. Kommt Super gut…. Vor allem, wenn man nicht den zweiten Gang geregelt bekommt und an den Staatsbediensteten vorbei schleicht, wie `ne Schnecke, die `n Bulldozer ziehen muss. Stille im Wagen. Keiner sagt was. Alle fragen sich nur, ob nicht gerade einer von den Super-Schlümpfen zufällig aus dem Fenster schaut und sieht, wie drei Gestalten im Zeitlupentempo an ihm vorbei fahren. Aber Glück gehabt. Es guckt keiner. So. Dann macht die Straße eine halbe Rechtskurve und es geht auf eine Ampel zu…. immer noch im 1. Gang. An der Ampel steht ein niegel-nagel neuer Riesenschlitten…. und dahinter kommt das gleiche Fabrikat nur 20 Jahre älter. Die Bremslichter des Ultra-Autos kommen immer näher und Lea begreift, dass Anhalten jetzt auch keine schlechte Idee wäre. „In der Mitte“ flüstert Sunny neben ihr. „In der Mitte“. Lea tut was Frau ihr sagt und drückt mit Fuß auf die Mitte. Nix passiert. So mal gar nichts. Komisch! Bei dem Fahrschulauto hat´s dich auch funktioniert! Sind etwa die Bremsen hinüber? In diesem Augenblick? Nö,
Kommentar hinzugefügt am: Di 02 Mär 2010 15:29:33 CETCoooooool. Kein Kommentar ist auch ein Kommentar. Wenn ich mir die 3 Bewertungen, die bis jetzt eingegangen sind (Ergebnis=2), dann müsst´ ich mir eigentlich den nächsten Strick suchen. Schlechter kann´s eigentlich nicht mehr werden. Aber wisst Ihr was? Lieber bekomme Eimerweise schlechte Bewertungen, als gar keine und zweitens spornt mich das noch mehr an. Texte sind Geschmackssache. Leider kann eine Bewertung von 2,0 mir dabei nicht erklären, ob ich demjenigen nun zu Nahe getreten bin, weil in den ersten Zeilen Hundeliebhaber nicht auf ihre Kosten kommen oder weil der Text so grottenschlecht ist...... ich weiß es nicht. Auf alle Fälle trotzdem vielen lieben Dank für die Bewertung: Ich mache trotzdem weiter....Jetzt erst recht und liebe Grüße :-)
J.H.
murx
Kommentar hinzugefügt am: So 14 Mär 2010 13:25:56 CETHallo J.H.!
Schlechte Bewertungen sind bitter, vor allem, wenn man den Grund nicht kennt. Deshalb möchte ich einen Kommentar abgeben. Wäre schön, wenn er weiterhilft. Auf alle Fälle handelt es sich dabei natürlich nur um meine persönliche Lesermeinung.
Bei dem Text handelt es sich um die philosophischen Betrachtungen eines Katers. Das ist von der Idee her nicht besonders neu, es gibt schon sehr viele Romane in allen möglichen Genres, deren Protagonisten Vierbeiner sind.
Was mir hier in erster Linie fehlt ist eine Handlung. Es passiert schlichtweg nichts. Das ist langweilig.
Der Kater labert nur und seine philosophischen Ergüsse sind weder besonders originell noch besonders witzig (was natürlich Geschmackssache ist), noch besonders klug.
Humor ist Geschmackssache, das Handwerk eines Autors ist keine. Und handwerklich finden sich in diesem Text viele Mängel. Grammatikfehler, Rechtschreibfehler, Schlampigkeitsfehler, Sätze, die gar keine sind... das alles sind keineswegs Kleinigkeiten, sondern Dinge, die sich ein noch unveröffentlichter Autor nicht leisten kann. Als Leser verliert man schnell die Lust, sich mit dem Text abzumühen.
Ein Beispiel (Zitat): "Ich möchte mich Ihnen gerne vorstellen: Mein Name ist `Henry`. In Erinnerung an den `Henry`, welcher im `Was weiß ich wievielten Jahrhundert` so ziemlich alle Frauen den Verstand verlieren ließ. Jener welcher stolze Monarch, von dem die Menschheit heute noch spricht und ihm dutzende von Büchern und Filmen mit viel zu gut aussehenden Schauspielern widmet."
Warum im wasweißichwievielten Jahrhundert? Das Jahrundert ist ja bekannt, wenn der Kater sonst so klug ist, wird er auch das wissen. (Wenn es der Autor nicht weiß, sollte er googeln). Die Frauen von Henry VIII. haben auch nicht den Verstand verloren, sondern den Kopf. Sie wurden hingerichtet, wenn sie nicht von selbst gestorben sind oder geschieden wurden. Solche Dinge sollte man recherchieren, ehe man darüber schreibt.
Jener (welcher gehört weg) stolze Monarch, von dem die Menschheit heute noch spricht und (ihm ist falsch) dem sie Dutzende (groß) von Büchern ...
Mehrere Fehler in einem Satz sind einfach zuviel, das zieht sich leider durch den ganzen Textausschnitt.
Am besten hat mir das geniale Wortspiel Kami-Ka(t)ze gefallen, das allerdings der Kabarettist Alf Poier erfunden hat. Ich würde dieses Poiersche Markenzeichen nicht in einem Titel verwenden und auch nicht in einem Text, ohne die Quelle zu zitieren.
Alles in allem wäre mein Rat: Grammatik und Rechtschreibung lernen, ein Sprachgefühl entwickeln, Schreibkurse besuchen, Schreibratgeber durcharbeiten und viele gute Bücher lesen, außerdem schreiben, schreiben und nochmal schreiben. Das "Ich mache trotzdem weiter" ist schon mal die richtige Einstellung. Viel Glück!
J.H.
Kommentar hinzugefügt am: Mo 15 Mär 2010 10:03:36 CETHallo Murx,
vielen Dank für deine Meinung. Grundsätzlich gebe ich dir Recht, dass es Passagen gibt, die man nochmal durcharbeiten müsste. 1. sieht man vor lauter Bäumen einfach den Wald nicht mehr und 2. tut es ganz gut, wenn man in Frage gestellt wird, obwohl es unbequem ist. Nichtsdestotrotz möchte ich voran stellen, dass es sich bei diesem Text um Beobachtungen von menschlichen Eigenarten handelt. Der Text will und soll hier keine Handlung abbilden. Etwas was sich vielleicht nicht ganz von selbst erklärt, wobei ich die `Reise durch die Irrungen und Wirrungen...` wirklich auch als Reise verstehe und nicht als zusammenhängende Geschichte. Manchmal steht man einfach vor einem Gemälde und kann absolut gar nicht nachvollziehen, was der Maler nun damit mitteilen wollte. Wenn ich aber weiß, was ihm bei der Arbeit durch den Kopf gegangen ist oder was er damit ausdrücken will, fällt es mir schon erheblich leichter. Und wenn ich Eingangs die Frage stelle: `Und was ist eigentlich normal?` ... dann lade ich den Leser hiermit ein, mit mir bzw. dem Kater sich gewisse Szenen einfach mal anzuschauen, in Frage zu stellen oder einfach nur darüber zu lachen. ... ach und das mit den Sätzen, die angeblich keine sind, sind hier ebenfalls beabsichtigt (wobei der ein oder andere sich vielleicht nicht selbst erklärt... gebe ich zu). Vielleicht sollte man sich auch einfach mal in einen Text, in ein Bild, in ein Theaterstück hinein fallen lassen, ohne gleich alles bis ins kleinste Detail zerpflücken zu wollen. Ich bin für Kritik, Anregungen und dergleichen wirklich immer offen... aber auch für Spaß! ... Ach und noch was: Mir war bewusst, dass `Kami-Kat(z)e` sicherlich keine `neue` Erfindung ist. Es ist ein Wortspiel. Nicht mehr und nicht weniger. Ich wusste allerdings nicht, dass er urheberrechtlich geschützt ist. Wenn ich da anfange mit `Suchen`, wo höre ich dann auf?!
Trotzdem vielen lieben Dank für deine Zeilen. Ich werde sie mir zu Herzen nehmen. Gruß J.H.
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